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havp_und_squid

Antivirenproxy HAVP und Squid im Verbund

Mit dem freien Proxy HAVP und kostenlosen Virenscannern für Linux verringert man das Risiko, beim Surfen mit einem Windows-PC einem Angriff zum Opfer zu fallen. Einen bestehenden Linux-Server vorausgesetzt, ist der Schutz in wenigen Schritten realisiert.

Ich beschreibe hier in Kurzform die Installation und Konfiguration des Antivirenproxy HAVP, hier unter openSUSE 11.2.

Antivirenproxy HAVP

Installation

In den gängigen Distributionen ist der Antivirenproxy HAVP leider nicht enthalten. Daher muss dieser auf dem eigenen Server kompiliert werden.

foo:~ # wget http://www.server-side.de/download/havp-0.91.tar.gz
foo:~ # tar xvfz havp-0.91.tar.gz
foo:~ # cd havp-0.91
foo:~ # ./configure --sysconfdir=/etc --enable-ssl-tunnel
foo:~ # make && make install

Konfiguration

/etc/havp/havp.conf

USER vscan
GROUP vscan
DAEMON true
PIDFILE /var/run/havp/havp.pid
SERVERNUMBER 40
MAXSERVERS 200
ACCESSLOG /var/log/havp/access.log
ERRORLOG /var/log/havp/havp.log
LOG_OKS false
LOGLEVEL 1
SCANTEMPFILE /var/tmp/havp/havp-XXXXXX
TEMPDIR /var/tmp
TRANSPARENT false
FORWARDED_IP true
X_FORWARDED_FOR true
PORT 8080
TEMPLATEPATH /etc/havp/templates/de
WHITELIST /etc/havp/whitelist
BLACKLIST /etc/havp/blacklist
FAILSCANERROR true
SCANNERTIMEOUT 3
RANGE true
PRELOADZIPHEADER true
SCANIMAGES true
ENABLECLAMLIB true
CLAMDBDIR /var/lib/clamav/
ENABLECLAMD false
ENABLEFPROT false
ENABLEAVG false
ENABLEAVESERVER false
ENABLESOPHIE false
ENABLETROPHIE false
ENABLENOD32 false
ENABLEAVAST false
ENABLEARCAVIR false
ENABLEDRWEB false

Im Archiv des HAVP befindet sich ein Startscript, das man nach /etc/init.d/ kopieren sollte. Eine Anpassung der Pfade muss man noch vornehmen. Danach startet man den HAVP über

foo:~ # /etc/init.d/havp start

clamav

Konfiguration

clamav wird im HAVP über die libclamav eingebunden. Die zweite Möglichkeit über clamd sollte wegen dem Overhead nicht genutzt werden. Man sollte allerdings darauf achten, das freshclam zum Updaten der Virensignaturen läuft.

squid

Konfiguration

Es gibt verschiedene Möglichkeiten HAVP und squid unter einem Hut zu bekommen, aber für den Heimanwender sollte die einfachste Konfiguration ausreichen. Mit der bei openSUSE 11.2 ausgelieferten squid.conf bekommt man schon einen cachenden Proxy zum Laufen. Um den HAVP einzubinden, sind zwei Änderungen notwendig.

http_port 3128 transparent
cache_peer 127.0.0.1 parent 8080 0 no-query no-digest no-netdb-exchange default

Für alle, die die kommentierte squid.conf zu lang ist, hier die Kurzfassung mit allen wichtigen Optionen.

/etc/squid/squid.conf

acl manager proto cache_object
acl localhost src 127.0.0.1/32
acl to_localhost dst 127.0.0.0/8 0.0.0.0/32
acl localnet src 10.0.0.0/8     # RFC1918 possible internal network
acl localnet src 172.16.0.0/12  # RFC1918 possible internal network
acl localnet src 192.168.0.0/16 # RFC1918 possible internal network
acl SSL_ports port 443
acl Safe_ports port 80          # http
acl Safe_ports port 21          # ftp
acl Safe_ports port 443         # https
acl Safe_ports port 70          # gopher
acl Safe_ports port 210         # wais
acl Safe_ports port 1025-65535  # unregistered ports
acl Safe_ports port 280         # http-mgmt
acl Safe_ports port 488         # gss-http
acl Safe_ports port 591         # filemaker
acl Safe_ports port 777         # multiling http
acl CONNECT method CONNECT
http_access allow manager localhost
http_access deny manager
http_access deny !Safe_ports
http_access deny CONNECT !SSL_ports
http_access allow localnet
http_access allow localhost
http_access deny all
icp_access allow localnet
icp_access deny all
htcp_access allow localnet
htcp_access deny all
http_port 3128 transparent
cache_peer 127.0.0.1 parent 8080 0 no-query no-digest no-netdb-exchange default
hierarchy_stoplist cgi-bin ?
access_log /var/log/squid/access.log squid
refresh_pattern ^ftp:           1440    20%     10080
refresh_pattern ^gopher:        1440    0%      1440
refresh_pattern (cgi-bin|\?)    0       0%      0
refresh_pattern .               0       20%     4320
icp_port 3130
coredump_dir /var/cache/squid

Nachdem HAVP läuft, kann man jetzt squid starten.

foo:~ # /etc/init.d/squid start

squid, das "www" und der Browser

In vielen Fällen wird der Proxy direkt oder über ein Script im Browser eingetragen. In einem Heimnetz, wo sich auch schonmal andere Rechner als die eigenen tummeln, ist diese Lösung natürlich nicht unbedingt die beste. In der hier vorliegenden Konfiguration wird einfach der Proxy „unsichtbar“ in den Traffic eingebunden. Dazu muss der gesamte Traffic auf Port 80 (www) auf den Proxy umgeleitet werden. Natürlich könnte man hier auch den Proxy direkt auf Port 80 statt 3128 lauschen lassen, falls keine Firewall eingerichtet ist.

Für die Umleitung des Traffics reicht eine Zeile iptables aus, wobei localhost (127.0.0.1) als IP nicht funktioniert:

foo:~ # iptables -t nat -A PREROUTING -i eth1 -p tcp --dport 80 -j DNAT --to IP_DES_SQUID:3128

eth1 muss natürlich durch die entsprechende Schnittstelle ersetzt werden.

/etc/init.d/

Sollte alles fehlerfrei laufen, so sollte man die beiden Proxies in die Startprozedur aufnehmen.

foo:~ # insserv /etc/init.d/freshclam
foo:~ # insserv /etc/init.d/havp
foo:~ # insserv /etc/init.d/squid

Quellenverzeichnis

havp_und_squid.txt · Zuletzt geändert: 07.10.2012 18:31 (Externe Bearbeitung)